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Pressemitteilung: 6. Tag des Refugee-Hungerstreiks am Oranienplatz (14.04.2014)

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Heute ist der sechste Tag, dass wir, vier Refugee-Aktivisten, im Hungerstreik sind.

Wir haben diesen Hungerstreik angefangen um uns mit unseren Mitstreiter_innen zu solidarisieren, die gegen die Raeumung unseres Protestcamps am Oranienplatz auf einem Baum Widerstand geleistet haben und denen von Seiten des Bezirks Nahrungmittel verwehrt wurden.

Oranienplatz ist bekannt als ein wichtiges Symbol und Zentrum fuer unseren politischen Kampf gegen die rassistische und kolonialistische Asylpolitik Deutschlands und Europas. Wir haben unseren Hungerstreik mit drei Forderungen begonnen:

1) Die erneute Etablierung des Infopunktes und eines grossen Zelts fuer unsere Treffen am Oranienplatz

2) Die Anerkennung der Schule in der Ohlauerstrasse als einem selbst-organisierten politischen Zentrum von Refugee

3) Aufenthalsterlaubnis fuer alle Refugee-Aktivisten, die sich an unserem Protest am Oranienplatz beteiligt haben

Ueber die letzten Tage waren wir schweren Regen und Kaelte ausgesetzt. Auch die Polizei setzt unserem legitimen Protest Repressionen entgegen und erlaubt keine Schlafsaecke, Planen als Schutz vor dem Regen, und neue Dinge duerfen nur gebracht werden, wenn andere weggebracht werden. Wir verurteilen diese Praxis uns unser Menschenrecht sich zu friedlichen Protest zu versammeln zu verwehren, welches uns eigentlich nach Art. 21 der Menschenrechtskonvention gegeben sein sollte. Samstag Nacht kam Napuli von dem Baum herunter, da sie ein Schreiben von Dilek Kolat erhalten hatte, in welchem der Wiederaufbau des Info-Punktes und eines Zeltes fuer Treffen am Oranienplatz versprochen wurde.

Morgen um 19:30 sollte Monika Hermann an eine Podiumsdiskussion ueber unseren Protest am Oranienplatz teilnehmen. Unser Protest am Oranienplatz geht weiter. Deswegen fordern wir Frau Herrmann dazu auf hier her zu kommen um mit uns, den hungerstreikenden Refugee Aktivisten, direkt zu sprechen. Wir fordern Hermann und Kolat auf ihrer Verantwortung nachzukommen und ihre Versprechen umgehend umzusetzen. Sie sollen einen neuen wetterfesten Versammlungsort am Oranienplatz zur Verfuegung stellen und konkrete Schritte einleiten um einen stabilen Infopunkt aus Holz mit uns zu planen. Details sollen morgen um 19:30 am Oranienplatz besprochen werden.

Am Sonntag wurde mit einer kraftvollen Demonstration deutlich die Solidaritaet zwischen den Bewohner_innen der Schule und den Hungerstreikenden am Oranienplatz gezeigt. Wir werden unseren Hungerstreik nicht beenden solange nicht alle unsere Forderungen erfuellt sind. Wird unserer ersten Forderung bis morgen 24 Uhr nicht nachgekommen, werden wir unseren Protest verstaerken und auf das naechste Level bringen.

Die hungerstreikenden Refugees in Solidaritaet mit unseren gefluechteten Freunden Schwaebisch-Gmuend (Bad.-Wuert.), Amberg, Cham (Bayern), Lampedusa Hamburg

 

 

One thought on “Pressemitteilung: 6. Tag des Refugee-Hungerstreiks am Oranienplatz (14.04.2014)

  1. Dear Strikers and Friends,

    I guessed and know now, that the next step of your protest is a dry Strike.
    My Sympathy with you is big, though I do not support daily I keep doing it as far as I can continiously. I am very worried because probably you really are serious in what you do.
    Therefor let me tell you rom my heart: you are needed alive!!!!
    What you do know seems to me close to committing suicide.
    For my opinion the three Points you are striking for now are not realistic enough to take this risk on you. That politics/ politicians should react on your action and show their real interest in a more honest way is no question and that it is absolutly necessary that the base of refugeeprotests is participating in the future function of the school for refugees neither.

    It needs new Talks- not eskalation and definitly not your dead!
    The school for example is in such a bad shape and this for many different reasons.

    I live here for 31 Years now and I know many direct neighbours of the school, who also live in this area very long time, their parents aswell. many of them , though with open hearts and heads, are relatively through with tolerance towards whar happens in the school, on Spreewaldplatz and in Görlitzer Park- it has quite a few dimensions for People from Kreuzberg, who take responsibility for their multicultural neighbourhood, social justice and kids here for years already.

    So please overthink it! We need to keep on talking, thinking and developing ideas!

    I agree, that it sometimes is necessary to ask for the impossible to change the way things are- in this case I hope you are not too proud for a compromise, tha keeps the four of you alive and the Work going!!!!

    Very concerned, a mother and neighbour

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